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Früh vorsorgen lohnt sich - Tipps für junge Erwachsene

Die eigene Vorsorge ist für junge Erwachsene meist weit weg. Dennoch belasten Themen wie Altersvorsorge (AHV) und finanzielle Sicherheit im Alter viele, besonders für junge Erwachsene sieht die Zukunft nicht rosig aus. Daher lohnt es sich, Eigeninitiative zu zeigen und solche Themen früh anzugehen.

Eine junge Frau sitzt am einen sonnigen Tag auf einer Bank und arbeitet am Laptop.

Sollen Sie sich bereits kurz nach Abschluss der Lehre oder des Studiums bereits um die Vorsorge kümmern? Ja, denn es gilt folgender Grundsatz: Je früher, desto besser! Denn je früher man damit beginnt, eigenes Kapital aufzubauen, desto langfristiger profitiert man – auch wenn es zu Beginn nur kleine Geldbeträge sind.

Dazu kommt, dass die Zukunftsaussichten der staatlichen Altersvorsorge (AHV) für die jüngeren Generationen nicht mehr so vielversprechend aussehen: Bei gleichem Verdienst erwartet sie weitaus weniger Rente als heute üblicherweise ausgezahlt wird.

Früh vorsorgen lohnt sich – so müssen Sie sich im Alter keine Gedanken über Ihre finanzielle Sicherheit machen.

Wie können junge Erwachsene ihre finanzielle Vorsorge sichern?

Die finanzielle Vorsorge in der Schweiz basiert auf dem 3-Säulen-Prinzip.

Die 1. Säule ist die staatliche Vorsorge (AHV). Sie garantiert ein minimales Einkommen, das im Rentenalter die Grundkosten deckt. Die 1. Säule wird mit dem Solidaritätsprinzip finanziert: Die berufstätige Bevölkerung der Schweiz bezahlt direkt mit ihrem Lohn Beiträge, welche dann umverteilt werden und der pensionierten Bevölkerung zugutekommen.

Die 2. Säule ist die berufliche Vorsorge. Sie wird oft auch Pensionskasse oder BVG genannt. Die berufliche Vorsorge ist für die erwerbstätigen Menschen der Schweiz obligatorisch. Während der berufstätigen Zeit zahlen die Menschen Beiträge ein, sodass der persönliche Lebensstandard nach der Berufszeit aufrechterhalten werden kann. Von der 2. Säule profitiert man dann im Pensionsalter. Bei regelmässigen Einzahlungen ohne grosse Lücken erhält man ungefähr 60 Prozent des gewohnten Einkommens während der Erwerbstätigkeit.

Die 3. Säule ist die private Vorsorge. Durch Eigeninitiative haben Sie die Möglichkeit, Ihre Altersrente zu verbessern. Die 3. Säule ist freiwillig und es gibt verschiedene Optionen, wie das Geld angelegt oder investiert wird.

AHV-Beitragslücken vermeiden

Wer für eine gewisse Zeit nicht Vollzeit berufstätig war, beispielsweise aufgrund eines Studiums, einer Weiterbildung oder einer längeren Reise, hat unter Umständen AHV-Beitragslücken in der 1. Säule. Diese können sich im Alter bemerkbar machen. Aber keine Sorge: Falls es in den vergangenen Jahren zu Beitragslücken kam, können diese innerhalb von fünf Jahren nachgezahlt werden. Sie können einfach prüfen, ob Sie AHV-Beitragslücken haben: Bestellen Sie einen kostenlosen IK-Auszug bei Ihrer Ausgleichskasse und prüfen Sie Ihre Einzahlungen.

Pensionskassenpflichtiges Einkommen erzielen

Ab einem Jahresverdienst von 22'680 Franken ist das Einkommen pensionskassenpflichtig. Das heisst, Arbeitgebende und Arbeitnehmende zahlen in die 2. Säule, die Pensionskasse (BVG) ein. Falls Sie mehrere Arbeitgebende haben, zählen die Einkommen einzeln. Oftmals ist dann das Einkommen nicht pensionskassenpflichtig. Folgende Lösung gibt es: Besprechen Sie mit Ihren Arbeitgebenden, ob beide Einkommen von derselben Pensionskasse versichert werden können. Andernfalls können Sie sich auch selbstständig einer Pensionskasse anschliessen.

Mit der Säule 3a Alterskapital aufbauen

Sobald man volljährig ist und seinen Platz in der Arbeitswelt gefunden hat, ist es ratsam ein Vorsorgekonto 3a zu eröffnen. Jährlich kann ein Maximalbetrag eingezahlt werden, der zudem noch von den Steuern abgezogen werden kann. Bei diesem Konto lohnen sich jedoch schon kleinere, regelmässige Einzahlungen – es muss nicht jedes Jahr das Maximum erreicht werden. Dies bietet somit eine gute Möglichkeit zur finanziellen Absicherung im späteren Leben.

Neben dem gewöhnlichen Säule-3a-Konto gibt es noch das Wertschriftensparen: Damit können Sie das Geld in Anlagefonds investieren. Langfristig hat das Vorsorgedepot 3a eine höhere Renditeerwartung als das Vorsorgekonto 3a.

Die Säule 3a, dazu gehören das Vorsorgekonto 3a-Konto und das Vorsorgedepot 3a, bietet spannende Vorteile:

  • Der eingezahlte Betrag lässt sich vom steuerbaren Einkommen abziehen.
  • Das Geld ist zweckgebunden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann früher darauf zugegriffen werden (Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum, Amortisation der Hypothek, Selbstständigkeit, endgültiges Verlassen der Schweiz, Einkauf in Pensionskasse, Invalidität).

Neben Säule-3a-Produkten bestehen noch weitere Möglichkeiten, um Altersguthaben aufzubauen. Eine davon ist die Säule 3b – eine freie und ungebundene Vorsorgemöglichkeit wie Sparkonti, Aktien oder Festgelder. Im Gegensatz zur Säule 3a bietet die Säule 3b keine Steuervorteile. Dafür können Geldbeträge der Säule 3b selbstständig und zweckungebunden verwaltet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, langfristige Investitionen in Anlagen zu tätigen. Diese unterliegen zwar dem Risiko von Marktschwankungen, aber haben in der Regel eine höhere Rendite im Laufe der Zeit bis zum Ruhestand – was bedeutet, dass man mehr gespart hat als eingezahlt wurde. Im Gegensatz zum Vorsorgekonto 3a, bei dem sich das Ersparte lediglich durch die Zinsen erhöht, lohnen sich Investitionen finanziell.

Weiterführende Informationen zur 3. Säule gibt es hier.

Darum ist es wichtig, früh vorzusorgen

Früh vorsorgen zahlt sich im Alter aus. Denn in der Regel reicht die staatliche Vorsorge (1. Säule) nicht aus, um Ihren Lebensstandard im Pensionsalter wie gewohnt weiterzuführen. Indem Sie bereits in jungen Jahren Massnahmen ergreifen, können Sie langfristig finanzielle Stabilität erreichen und sich gegen unvorhergesehene Ereignisse absichern. Nehmen Sie Ihre Vorsorge in die eigenen Hände und gestalten Sie aktiv Ihre Zukunft.

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